Mit Leidenschaft und Hingabe:
Andreas Wilhelm und der RV Flottweg Langendreer
🚴♂️
Kapitel 1.
Das war der Startschuss von Andreas Wilhelm in den Radsport!
Mit 12 Jahren nahm alles seinen Lauf! Lothar Fromberg, Mitglied des RV Flottweg Langendreer, hatte gerade „Rund um Dortmund“ in der C-Klasse gewonnen. Als er mit einem Goldkranz am Lenker an meinem Haus vorbeifuhr, war das der Moment, der meine Leidenschaft für das Radfahren entfachte.
Ich wartete tagelang an der Straße auf den Mann mit dem Rennrad und nach 5 langen Tagen sprach ich ihn endlich an. Er verwies mich an den Fahrradladen von Ewald Pieper an der Dördelstraße und gab mir den Tipp, zur Gambrinus-Kneipe, direkt an meiner Schule in Langendreer, zu gehen.
Kapitel 2.
Mein geheimer Weg zum Radsport.
Mein Vater hatte mir den Radsport verboten, und ich tat alles heimlich. Mit viel Mut fasste ich den Entschluss, ins Vereinslokal zu gehen. Der Mut war anfangs nicht allzu groß, also entschied ich mich, es eine Woche später erneut zu versuchen. In der Zwischenzeit hatte ich sogar schon die Schutzbleche von meinem Rad abgeschraubt!
Dort im Vereinslokal sprach mich dann Dieter Döring an. Gemeinsam mit Peter Mohr und Markus Döring begann ich, regelmäßig zu trainieren – nur die Schutzbleche abschrauben hat nicht viel gebracht. Das Radfahren war zwar sehr anstrengend, aber es machte auch richtig Spaß!
Um meinen Traum zu verwirklichen, musste ich meine Oma und meine Mutter überzeugen. Mit dem Geld, das ich gespart hatte, und einem Zuschuss von Mama und Oma konnte ich mir schließlich ein gebrauchtes Rickert-Rennrad kaufen. Dieses tolle Rad wurde dann ganz geheim bei meiner Oma versteckt!
Kapitel 3.
Der Weg zum Erfolg wurde Andreas Wilhelm nicht leicht gemacht. 🚴♂️
Dann kam das Training im Lottental… Mensch, war ich schlecht! Dieses Training zog sich bis 1974 hin. Doch dann packte mich die Wut, und ich wollte in meinem neuen Verein, Curve Brackel, glänzen. Also lief ich den ganzen Winter und fuhr jeden Tag ein bis zwei Mal Rad.
Im Frühjahr, in meinem ersten Jahr in der Jugend A, hatte ich den Ehrgeiz, alle abzuhängen. Ganz so einfach war das natürlich nicht, aber ich war immer dieser Verrückte, der mit „Stark und Doof“ Radrennen fahren wollte.
Am besten lief es bei den schweren Rennen. Meine erste internationale Platzierung war bei einem Sichtungsrennen in Dortmund, wo ich den 5. Platz belegte – der beste Fahrer aus NRW!
Von da an beendete ich alle Sichtungsrennen vorne und konnte im Winter auf der Bahn mit ersten kleinen Erfolgen weiterarbeiten. Im zweiten Jahr setzte ich dann alles auf eine Karte und gewann fast alle schweren Rennen unter anderem in Velbert, Lüttringhausen und Viersen
Kapitel 4.
Vom Sieg in Langendreer bis zum Karriereende in England 🚴
Das erste Rennen, das ich bei den Amateuren gewonnen habe, war natürlich in Langendreer! 🎉 Eine Woche später, beim zweiten Rennen, wurde ich in der Zielkurve wieder eingeholt. So musste ich noch warten, bis ich schließlich in Essen gewinnen konnte.
Danach ging es für mich richtig los: Ich fuhr viele Rennen in der A-Klasse mit dem NRW-Kader. Auf der Bahn konnte ich mich sogar zum Verbandsmeister krönen lassen und nahm erfolgreich an Amateur-6-Tage-Rennen teil.
Im folgenden Jahr fuhr ich für Bielefeld, in einer Zeit, in der ich in der Sportkompanie war. Später kam ich in eine der ersten professionelleren Sportgruppen, Kalkhoff Cloppenburg. Mit zahlreichen Rundfahrten, viel Material und einem großartigen Käpt’n, Michael Schenk, ging es weiter bergauf.
Michael Schenk wurde mehrmals Deutscher Meister. 🏆
Doch während ich in England bei verschiedenen Radrennen unterwegs war, fasste ich den Entschluss: „Hier ist meine Grenze.
Mit 24 Jahren beschloss ich, meine kurze, aber erfolgreiche Karriere im Radsport zu beenden. Es war eine unglaubliche Reise voller aufregender Erlebnisse, harter Rennen und unvergesslicher Momente.
Ich bin dankbar für die Erfahrungen, die ich sammeln konnte, und für all die Menschen, die mich auf diesem Weg unterstützt haben.
Kapitel 5.
Engagement für den Nachwuchs bei RV Flottweg Langendreer.🌟
Um für die Nachwuchsfahrer Geld zu sammeln (Trikots, etc.), beschloss ich gemeinsam mit meinem damaligen Chef der WEKA in Gelsenkirchen (Schwesterhaus von Kortum) etwas für das Guinness Buch der Rekorde zu machen: 12 Stunden im Schaufenster auf der freien Rolle fahren! 🕒🚴♂️ Es war eine enorme Herausforderung, aber wir haben stolze 12.000 DM für den Nachwuchs gesammelt – hart verdientes Geld!
Nach dieser Aktion kehrte ich zu Flottweg Langendreer zurück, wo ich die besten Jugendfahrer aus NRW für Flottweg Langendreer begeistern konnte und sie fast 4 Jahre lang betreute. Heinz Herker und Jörg Oswald waren bereits dabei, und fünf andere Fahrer kamen hinzu.
Wir haben an Rundfahrten teilgenommen und hatten jede Menge Spaß im Trainingslager in Saló am Gardasee! 🌊🚴♂️ Es war eine großartige und erfolgreiche Zeit, in der unter anderem Heinz Herker Deutscher Vizemeister der Junioren geworden ist.
Neben dem Junioren-Team konnte ich auch Elena Unruh für Flottweg Langendreer gewinnen. 🎉 In den Farben von Langendreer hat Elena Unruh beeindruckende Leistungen gezeigt und wurde Deutsche Vizemeisterin auf der Straße!
Diese Zeit wird mir immer in Erinnerung bleiben!
Kapitel 6.
Plötzlich Präsident! 🌟
Eines Tages fand das Kriterium in Langendreer statt. Ich fuhr nach der Arbeit zur Strecke, um meine Jungs vorzubereiten, doch es war alles chaotisch – keine Absperrungen, nichts war vorbereitet. Ich versuchte, überall anzurufen, aber niemand wusste, was los war.
In einer 10-stündigen Mission gelang es mir, zusammen mit der Polizei und meinen Angestellten das Radrennen zu retten. Ein riesiges Dankeschön an all die anderen Helfer, insbesondere an Karl Schulte – ohne euch wäre es nicht möglich gewesen! 🙏✨ Das Rennen lief schließlich wie geplant.
In diesem Moment beschloss ich, den Verein für die nächsten 3 Jahre zu führen, bevor ich ihn an Helmut Jensen übergab.
Dann hatte ich die Idee, die Radrennen in Wiemelhausen und die Nacht von Lütgendortmund zu veranstalten. Diese Rennen waren echte Zuschauermagnete und haben die Faszination des Radsports in unserer Region lebendig gehalten!
Es war eine aufregende Zeit voller Herausforderungen und Erfolge! ❤️
Kapitel 7.
Danke, Andreas Wilhelm!🙏
Auch heute zählt Andreas Wilhelm zu den treuen Unterstützern des Vereins RV Flottweg Langendreer und setzt sich weiterhin aktiv für unseren Verein ein.
Wir möchten uns herzlich für Deine Unterstützung bedanken, Andreas!
Dein Engagement bedeutet uns sehr viel und trägt dazu bei,
unseren Verein im Radsport zu fördern.
🚴♂️❤️